Archive für November 2007

Gebete als Therapiemethode fragwürdig

“Der Glaube ist psychologisch durchaus mächtig”

Phoenix - David Hodge, Forscher am College of Human Services der Arizona State University http://chs.asu.edu, hat eine Meta-Studie zum Effekt von Gebeten auf entfernte Zielpersonen veröffentlicht. Die Studie, die 17 einzelne Untersuchungen zu diesem Thema zusammenfasst, kommt dabei zu einem überraschenden Ergebnis: Zusammengenommen, so berichtet Hodge im Magazin “Research on Social Work Practice” http://rsw.sagepub.com , deuten die Studien auf einen zwar kleinen, aber signifikant positiven Effekt der Gebete hin. Ein Einsatz als alternative Therapiemethode gilt aber dennoch als äußerst fragwürdig.
“Mit solchen Studien wird der Versuch unternommen einen wissenschaftlichen Beweis dafür zu finden, dass Gott auf die Gesundheit der Menschen wirken kann”, erläutert Eckart Straube, Leiter des Zentrums für Kultur und Psychologie in München, im Gespräch. Drei Jahre beschäftigt sich der Psychologe bereits mit der Wirkung von Spiritualität. Die in den letzten Jahren veröffentlichten Studien seien zwar zahlreich, liefern aber kein eindeutiges Ergebnis, so Straube. “Dennoch lässt sich aus einigen der vorgelegten Forschungsergebnissen durchaus darauf schließen, dass da eine Wirkung vorliegt”, stellt er fest. Unumstritten sei auch, dass die beobachteten Effekte vom psychologischen Standpunkt aus sehr interessant sind. “Der Glaube ist psychologisch durchaus mächtig”, ist sich Straube sicher.

Seit Jahrzehnten beschäftigen sich Forscher mit der Frage, ob das Bitten von Gläubigen um die Hilfe für Patienten von Gott erhört wird. In der Regel wird bei derartigen Untersuchungen eine Gruppe von Patienten mit einer bestimmten Krankheit beobachtet, von denen ein Teil in die Gebete von ihnen unbekannten Gläubigen eingeschlossen wird. Der Rest dient als Kontrollgruppe. Anschließend wird überprüft, ob jene, für die gebetet wurde, unterschiedliche Entwicklungen im Genesungsprozess aufweisen.

In der Vergangenheit hatten Studien solcher Art schon öfter einen Aufruhr in der Fachwelt ausgelöst. Vor allem die beteiligten Wissenschaftler wurden dabei massiv kritisiert. Die Art und Weise, wie sie Daten erhoben und ausgewertet hatten, wurde als unseriös angeprangert. So soll nach Ende einiger Studien des Öfteren so lange nach statistisch signifikanten Zusammenhängen gesucht worden sein, bis diese schließlich auch gefunden wurden. “Die Studien werden zwar in letzter Zeit methodologisch immer besser”, schildert der Psychologe seine Eindrücke. Das Problem sei aber auch, dass diese zumeist von sehr gläubigen Wissenschaftlern durchgeführt werden. Trotz der fragwürdigen wissenschaftlichen Qualität solcher Untersuchungen ist Straube von der Kraft des Glaubens überzeugt: “Wenn Glaube und Überzeugung zusammentreffen, hat das einen Effekt auf den betreffenden Menschen.” Markus Steiner

Die Kraft des Gebetes hängt davon ab ob eine aktive Verbindung zum Gottselbst hergestellt ist. Wenn Diese Verbindung nicht besteht ist fast jedes Gebet sinnlos, da die dafür notwendige Verbindung nicht eingerichtet ist. Es verhält sich so ähnlich wie bei einer Funktelefonverbindung wenn der angerufene Gesprächspartner nicht abhebt dann passiert gar nichts. Die Verbindung kann leicht hergestellt werden in der Annahme das der Kontaktsuchende den Kontakt nie verloren hat und das nach dem Gleichheitsprinzip zwei identische Systeme miteinander Kontakt aufnehmen. Das heisst wenn ein Gottmensch mit Gott eine verbindung aufbauenm will dann klappt das auch. Wenn ein Ungläubiger das versucht ist es eher sinnlos, denn ihm fehlt der nötige Draht und kann dann nur die Rettungs-Hotline erreichen. Die geht immer, ist aber nur für das Allernötigste gedacht.

Werden Sie was Sie sind - Licht vom Lichte Gottes! Dann klappts auch mit der Verbindung. Kommentar von Robert Zach

Großteil will Lebensstil für Klimaschutz ändern

22.000 Befragte in fünf Kontinenten: Opfer müssen erbracht werden

London - Mehr als 22.000 Menschen in 21 Ländern hat der britische Nachrichtensender BBC zum Thema Klimakatastrophe und Lebensstil befragt. 83 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönliche Konsequenzen daraus ziehen und ihre Lebensgewohnheiten dem Klimaschutz entsprechend zu ändern. Selbst in den Staaten mit den weltgrößten CO2-Emissionen - USA und China - sind die Menschen überzeugt davon, persönlich etwas zum Klimaschutz beitragen zu wollen.
Drei Viertel der Menschen würden Energiesteuern unterstützen, wenn sie dazu beitragen würden, alternative Energiequellen zu finden oder die Energieeffizienz zu erhöhen. Die Chinesen waren von einer solchen Einführung einer Energiesteuer am stärksten überzeugt. “In den meisten Ländern waren die Befragten wesentlich williger als ihre Regierungen etwas für den Klimaschutz zu tun”, so der BBC-Umwelt-Reporter Matt McGrath. Offensichtlich sei den meisten klar, dass jeder Einzelne etwas zum Thema Klimaschutz beitragen müsse, so der Journalist. In der Umfrage wurde auch deutlich, dass die meisten der Befragten glauben, beim Klimaschutz Opfer bringen zu müssen.

In fast allen Ländern Europas sowie in den USA glauben die meisten Befragten, dass die Preise für Treibstoffe, die als Hauptverursacher der Klimaveränderung gelten, steigen müssen. Nur in Italien und in Russland hatten die Befragten angegeben, dass die hohen Treibstoffkosten keine Auswirkungen haben. Beim Thema Spritkosten wichen die Meinungen in den einzelnen Ländern stark voneinander ab. In China und Indonesien glaubt der Großteil der Befragten daran, dass höhere Spritkosten notwendig wären. In Südkorea, Indien und Nigeria hingegen gibt es wesentlich weniger Befürworter einer solchen Politik.

Geteilter Meinung sind die Meisten auch bei der Frage nach einer erhöhten Steuer auf fossile Brennstoffe: 85 Prozent der Chinesen gaben an, dass sie für eine solche Besteuerung eintreten. Die Bewohner im Reich der Mitte lagen bei dieser Antwort mit ihrem Enthusiasmus an erster Stelle. Wesentlich positiver fiel die Antwort dann aus, wenn an die höhere Energiesteuer auch ein Programm zur Energieeffizienzsteigerung oder zur Förderung der Entwicklung alternativer Treibstoffe geknüpft wurde. Noch breitere Zustimmung einer höheren Besteuerung von fossilen Brennstoffen herrschte dann, wenn in Aussicht gestellt wurde, dass statt der hohen Treibstoffsteuer andere Steuerbelastungen sinken würden, so dass die finanzielle Belastung der Bürger gleich blieb.

“Diese Befragung macht deutlich, dass die Menschen mehr Bereitschaft zum Handeln zeigen, als die Politiker ihnen das zutrauen”, meint Doug Miller, Direktor von Globescan http://www.globescan.com, jenem Unternehmen, das die Befragung für die BBC durchführte. Insgesamt befragten die Globescan-Mitarbeiter zwischen Mai und Juli 2007 via Telefon oder im persönlichen Interview 22.182 Menschen auf allen fünf Erdteilen.

|